Werke Otto Knöpfers werden in folgenden Thüringer Museen der Öffentlichkeit gezeigt:
Weitere Werke befinden sich in Kunstmuseen von Frankfurt/Oder, Dresden, Rostock, Berlin, Bonn, Budapest und Tokio.
Quelle: www.wikipedia.de
Der Lebensweg des Malers und Bürgers von Holzhausen - Otto Knöpfer
| 13. März 1911 | in Arnstadt, Sodenstraße 19 als erster Sohn der Näherin FranziskaTherese Koch geboren | ||
| 21. April 1912 | heiratet FranziskaTherese Koch den Maler/Tüncher Otto Paul Hermann Knöpfer aus Holzhausen, Übersiedlung der Familie nach Holzhausen, Arnstädter Straße 32 | ||
| 1913 | Geburt des Bruders Arthur Oskar | ||
| 1914 | Tod des im Hause wohnenden Großvaters Theodor, Vater zum Kriegsdienst eingezogen | ||
| 1915 | Tod der Großmutter Pauline | ||
| 1917 - 1925 | besucht Otto die Volksschule in Holzhausen | ||
| 1919 | an den Folgen des Krieges stirbt der Vater wenige Monate nach seiner Heimkehr | ||
| 1920 | heiratet die Mutter den Arbeiter/Schlosser Karl König aus Arnstadt | ||
| 1925 - 1929 | Lehre als Maler/Tüncher bei Malermeister Hugo Schmidt in der Arnstädter Zimmerstraße 17 zusammen mit Arno Klippstein aus Holzhausen | ||
| 1930 - 1931 | arbeitslos | ||
| 1931- 1935 | durch Vermittlung eines Holzhäuser Bürgers Studium an der Kunstgewerbeschule Erfurt bei Professor Franz Markau | ||
| 1936 - 1938 | freischaffend in Erfurt | ||
| 1938 | Kurzzeitiges Studium an den Vereinigten Staatsschulen (Akademie für Bildende Künste) in Berlin-Charlottenburg bei Professor Plontke | ||
| 1939 -1940 | freischaffend in Erfurt | ||
| 14. Juni 1940 | heiratet Otto Knöpfer Erna Hildegard Schneider in Gotha (Kriegsheirat) | ||
| 1940 - 1945 | Kriegsdienst als Kartenzeichner in Italien und Südfrankreich | ||
| 1. März 1941 | Geburt des Sohnes Albrecht in Schmiedefeld im Elternhaus seiner Frau | ||
| Juni1945 | Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft nach Schmiedefeld | ||
| 1945 - 1947 | freischaffend in Arnstadt, Holzhausen und Schmiedefeld | ||
| 1947 -1955 | Lehramt an der Landesschule für angewandte Kunst in Erfurt, nach Auflösung der Schule freischaffend | ||
| August 1950 | Umzug der Familie nach Erfurt, Rubensstraße 53 | ||
| 1955 - 1961 | Leiter eines Malzirkels im Haus der Lehrer Erfurt | ||
| 1955 - 1967 | Leiter der Lehrgänge für Zeichnen und Malen an der Volkshochschule Erfurt | ||
| 2. Januar 1957 | verstirbt der Sohn Albrecht | ||
| 1960 -1988 | Leiter des Mal- und Zeichenzirkels im Kombinat Chemieanlagenbau Erfurt-Rudisleben | ||
| 1962 - 1988 | gemeinsam mit Otto Paetz Leitung der künstlerischen Ferienpraktika für Kunsterzieher | ||
| September 1966 | verstirbt seine Mutter | ||
| 1981 | verstirbt sein Bruder Arthur in Kassel | ||
| 22. Mai 1993 | verstirbt Otto Knöpfer in Erfurt, Rubensstraße 53 | ||
| 7. Mai 2007 | verstirbt seine Frau Erna in Erfurt, Christianenheim |
Text: Dr. R. Helmboldt, 2008

Auszeichnungen
Otto Knöpfer wuchs in Holzhausen auf, einem kleinen Dorf unterhalb der Veste Wachsenburg, etwa vier Kilometer westlich von Arnstadt gelegen. Das Drei-Gleichen-Gebiet mit seiner geologischen Vielfalt, artenreichen Vegetation und seinen Dörfern wurde für den jungen Otto Knöpfer zum Übungsfeld für seine künstlerische Begabung. Als Kind streifte er durch die heimatliche Landschaft, zeichnete, malte die umliegenden Hügel mit ihren Feldern und Wiesen, die Burgen, die Dörfer mit Menschen und Tieren.
Die Begabung des Kindes fiel auf, aber eine schulische Förderung war durch die ärmlichen Lebensumstände der Familie nicht möglich. Der Vater starb 1919 an den Folgen einer Kriegsverletzung, die Mutter hatte kaum das Nötigste zum Leben. Nach der Volksschule bekam Otto Knöpfer eine Lehrstelle im Malerhandwerk in Arnstadt. Hier lernte er das Handwerkliche seines Faches, das Künstlerische bildete sich in seinem Kopf und in seiner Fantasie, wenn er jeden Tag zu jeder Jahreszeit den Feldweg zwischen Holzhausen und Arnstadt entlang lief.
Gleich nach der Gesellenprüfung (1928) wurde Otto Knöpfer arbeitslos. Er bewarb sich an der Kunstgewerbeschule Erfurt und bekam eine der begehrten Freistellen. Auch hier fiel er durch seine Begabung und seinen Fleiß auf. Er fand Förderer (besonders Prof. Franz Markau), die dem jungen Hungerleider den Start in das Künstlerleben erleichterten. Nach dreieinhalb Jahren machte Otto Knöpfer seine Abschlussprüfung. Es folgten seine ersten Ausstellungen in Arnstadt, Erfurt, Gotha und Molsdorf. Die damaligen Zeitungen berichteten über die "bemerkenswerte Reife und Vielseitigkeit" des jungen Künstlers. Otto Knöpfer verkaufte seine ersten Bilder. Das waren Motive aus dem ländlichen Raum, aus dem er stammte, Bilder aus der "Drei-Gleichen" Landschaft, seiner Heimat, die er mit anhänglicher Liebe sah. Sie konzentrierte sich auf das Alltägliche seiner Lebenswelt, auf Wiesen und Waldstücke, auf Felder und Wege, auf das Arbeitsleben der DorfbewohnerInnen, auf Tiere und Pflanzen in den Höfen und Gärten des Dorfes Holzhausen. Er sah in die Gesichter der Menschen, die hier mit ihm zu Hause waren und malte seine ersten Porträts: seine Mutter, den Nachbarn, das Kind auf der Dorfstrasse.
Das anscheinend Unscheinbare in nächster Nähe faszinierte Otto Knöpfer. Die genaue Beobachtung, die fast kontemplative Betrachtung der Natur führte ihn zu seiner Art von Malerei. Sie war wirklichkeitsbezogen, detailtreu, unsentimental. Sie schützte ihn vor Vereinnahmung durch provinzielle Heimatkunst und den Zeitgeistströmungen seines Jahrhunderts.
Otto Knöpfer arbeitete zeit seines Lebens an seinem Formen- und Farbenreichtum, an seiner für ihn typischen Ausdruckfähigkeit. Dabei blieb er seiner Landschaft um die Drei Gleichen treu. Lebenssituationen brachten ihn in andere Gegenden. Er sah sie, fand seine Motive, aber die Fremde blieb ihm fremd. In Berlin begann er 1938 ein Studium an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst unter Prof. Paul Plontke. Aber die Akademie konnte ihn nicht zufriedenstellen. Er sehnte sich nach Zuhause, freute sich auf die „Drei-Gleichen“ und auf sein Dorf Holzhausen. Er kehrte zurück. Seine Welt lag vor der Haustür. Er erwanderte sie mit Stift, Feder und Pinsel.
1951 zog Otto Knöpfer mit seiner Familie nach Erfurt. Das alte, rückständige Kleinstbauernhaus in Holzhausen wurde zu eng. Otto Knöpfer war ein bekannter Maler geworden. Er brauchte ein Atelier für seine Aufträge, den Kontakt zu Kollegen (z. B. Otto Paetz) und die direkte Verbindung zu seinen Malzirkeln und zu den Fortbildungskursen für KunstpädagogenInnen, die er zusammen mit Otto Paetz leitete. Das war von der Hauptstadt Thüringens aus leichter zu bewerkstelligen als aus dem abseits liegenden Holzhausen. Doch blieb er seinem Dorf treu. Immer wieder kehrte er zurück und wanderte auf den gleichen Wegen, die ihm seit seiner Kindheit vertraut waren. Er sah die Landschaft, ihre Felder und Wiesen, ihre Menschen und Tiere mit jedem Jahr, mit jeder Jahreszeit neu. Es entstanden beeindruckende Blumen- und Wiesenstücke, Stillleben und Porträts.
Quelle: www.wikipedia.de