Holzhausen: „Museen entdecken“ – dieses Motto des diesjährigen Internationalen Museumstages wurde in Holzhausen ganz wörtlich genommen. Nach zahlreichen Ausstellungen des Werkes von Otto Knöpfer (1911–1993) zeigte man ihn dieses Mal unter neuen Blickwinkeln.
„Wer er war und was davon heute noch lebt“ - in einer vielfältigen Schau im Jahr des 115. Geburtstags des Malers und des 20-jährigen Bestehens des Freundeskreises den Besuchern nahezubringen, hatte sich Kuratorin Petra van Bellen, Künstlerin und Unternehmerin in Arnstadt, als neugewählte Vorsitzende des Freundeskreises vorgenommen.
Was in den Räumen seines Elternhauses an Originalbildern, Skizzen, Fotografien sowie biografischen Stationen in neuem Rahmen zu sehen und zu lesen war, das überraschte sogar manch langjährigen Knöpfer-Kenner. So war vor den eindrucksvollen Porträtbildern seiner Mutter, seiner Frau Erna und der Vertrauten Marianne König zum Beispiel von Frank Palmowski aus Erfurt und von Ursula Liphardt aus Neudietendorf zu hören, dass sie viel Neues und Überraschendes aus dem Leben Otto Knöpfers erfahren haben.
Nach der herzlichen Begrüßung und der musikalischen Einstimmung durch die Gruppe KlangKonsort kam es beim Rundgang und dem traditionellen Hoffest zu vielen Gesprächen mit Besuchern, zu denen auch Ortsbürgermeister Thomas Menge zählte. Dabei hob Petra van Bellen an Knöpfers Werk hervor, dass es von einer starken Haltung geprägt war, er immer genau hinschaute, wo er malte und was er malte. Das trifft für ihn nach ihren Worten nicht nur als bekannten Landschaftsmaler zu, sondern auch als Mensch mit vielen Facetten – als junger Suchender, als Soldat, als Künstler im Atelier, als Lehrer im Malzirkel und genauer Beobachter seiner Zeit. Die Kuratorin bedankte sich bei allen Helfern dieser Schau, Schätze des Hauses neu zu entdecken und Knöpfer-Freunden vorzustellen.
Die aktuelle Ausstellung ist in Holzhausen bis zum 28. Juni jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr in der Arnstädter Straße 32 zu sehen.
Ein starkes Team – der Otto-Knöpfer-Freundeskreis

Petra van Bellen, Franziska Rosenbaum und Frank Palmowski (Text und Fotos: J. Thiele)
HOLZHAUSEN: Zum Internationalen Museumstag am 17. Mai 2026 öffnet das Otto-Knöpfer-Haus in Holzhausen von 11-17 Uhr mit einer Vernissage seine Türen. In diesem Jahr steht der Anlass unter einem besonderen Zeichen: Der Otto Knöpfer Freundeskreis e. V. feiert sein 20-jähriges Bestehen.
Unter dem Titel „Otto Knöpfer. Wer er war. Und was darin heute noch lebt.“ zeigt der Verein eine Ausstellung über Leben, Werk und Nachwirken des Thüringer Malers Otto Knöpfer. Zu sehen sind Originalwerke, Skizzen, Fotografien und biografische Stationen, die den Künstler nicht nur als bekannten Landschaftsmaler zeigen, sondern auch als Menschen: als jungen Suchenden, als Soldaten, als Künstler im Atelier, als Lehrer im Malzirkel, als Sohn, Freund und genauen Beobachter seiner Zeit.
Seit zwei Jahrzehnten setzt sich der Otto Knöpfer Freundeskreis e. V. dafür ein, das künstlerische Erbe Knöpfers zu bewahren und das Otto-Knöpfer-Haus als besonderen Erinnerungs- und Kulturort lebendig zu halten. Die diesjährige Ausstellung blickt deshalb nicht nur zurück, sondern stellt auch die Frage, was Otto Knöpfer heute noch zu sagen hat.
Sein Werk erzählt von der leisen Kraft des Nahen: von Landschaften, Menschen, Orten und Alltagsmomenten. Gerade darin liegt bis heute seine Aktualität. Denn Knöpfers Blick lädt dazu ein, genauer hinzusehen – auf die Umgebung, auf die Zeit, auf das, was bleibt.
Ergänzend gibt die Ausstellung einen Ausblick auf die Weiterentwicklung des Otto-Knöpfer-Hauses als kulturelle Begegnungsstätte. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, nicht nur Otto Knöpfers Lebensweg zu entdecken, sondern auch eigene Gedanken zur Zukunft dieses besonderen Ortes einzubringen.
Der Tag wird musikalisch umrahmt. Für Essen und Trinken ist gesorgt.
Anlass: Internationaler Museumstag und 20 Jahre Otto Knöpfer Freundeskreis e.V.
Wann: Sonntag, 17. Mai 2026, 11-17 Uhr
Ort: Otto-Knöpfer-Haus, Holzhausen
Veranstalter: Otto Knöpfer Freundeskreis e. V.
Der Eintritt ist frei. Interessierte Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen.


Eindrucksvolle Finissage der Zimmermann-Ausstellung/Hommage zum 115. Geburtstag von Otto Knöpfer
„Freudeschöner Götterfunken“ – als am 15. März im Knöpfer-Haus die Beethoven-Hymne, gespielt vom Duo KlangKonsert, erklang, begann im kleinen Museum ein großer Tag. Zum 20-jährigen Bestehen des Knöpfer-Vereins kamen zahlreiche Gäste und gratulierten herzlich.
Auf 20 Jahre Ehrenamt, 20 Jahre kulturelles Engagement und 20 Jahre kleines Museum im ländlichen Raum hatte Carola Busse, bisherige Vorsitzende des Freundeskreises, in ihrer Begrüßung verwiesen und 33 Ausstellungen und Veranstaltungen sowie mehr als 10 000 Besuche als Erfolgsbilanz genannt.
Zu einem „großen Jubiläum und einer starken Initiative“ gratulierte Landrätin Petra Enders mit herzlichen Worten. Carola Busse, Dr. Rüdiger Helmboldt und der verstorbene Bürgermeister Hans Ullrich hätten daran besonderen Anteil. Bürgerliches aktives Wirken habe dieses Kleinod zu einem „Ort des Lebens und Erlebens“ werden lassen. Dem schloss sich Marion Walsmann, Mitglied des EU-Parlaments, an, die von einem „tollen Freundeskreis“ sprach, dem sie für seine Leidenschaft und seine ehrenamtliche Arbeit ihren Dank aussprach.
„Was Ihr geleistet habt, ist vorbildlich“, wandte sich Andreas Bühl, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, an den Freundeskreis. Für den erfolgten Stabwechsel an die neu gewählte Vereinsvorsitzende Petra van Bellen und das Zukunftsprojekt Atelier-Scheune wünschte er viel Erfolg. Im Gratulationsreigen folgten Prof. Dr. Elke Anna Werner, Direktorin der Kunstmuseen Erfurt, und Manfred Ruge, ehemaliger OB von Erfurt. Glückwünsche überbrachte auch Thomas Menge, Ortsteilbürgermeister von Holzhausen.
Mit Dankbarkeit und Wertschätzung verlieh der Freundeskreis Urkunden zur Ehrenmitgliedschaft an Inge und Jochen Thiele, Eva Maria Römer, Diana Trefflich und Angela Weisheit. Diese Ehre wurde auch Ernst August Zimmermann zuteil, der sich in bewegenden Worten dafür bedankte.
Zur Finissage seiner Ausstellung „Natur&Druck“, die an diesem Tag der internationalen Druckkunst endete, zeigte er sein künstlerisches Können nochmals vor Ort. Im Ausstellungsraum hatte er eine kleine Druckwerkstatt aufgebaut. Gemeinsam mit Schülern der Kunst-AG „Auf den Spuren Otto Knöpfers“ vom Melissantes-Gymnasium Arnstadt druckte er von einem farbigen Steindruck Silberdisteln, eines der bekanntesten Knöpfer-Motive, als Hommage an dessen 115. Geburtstag.
Jochen Thiele

Marion Walsmann, Ernst August Zimmermann, Carola Busse, Petra Enders und Andreas Bühl (v.l.n.r.)

Marion Walsmann, Carola Busse, Petra van Bellen und Petra Enders
Ehrenurkunde für Eva Römer

Ehrenurkunde für Ernst August Zimmermann

Melissantes-Schülerinnen bei der Vorbereitung.
Ernst August Zimmermann und Neideck-Schülerin Gemma Donelly gemeinsam am Druckprojekt
Gründungsmitglieder schreiben sich am 31.3.2006 im Holzhäuser Lasso in die Liste ein.
Fotos: J. Thiele
Holzhausen (fr.): Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Otto Knöpfer Freundeskreis e.V. standen wichtige Entscheidungen und Planungen auf der Tagesordnung. Neben der Entlastung des bisherigen Vorstands wählten die Mitglieder eine neue Vereinsführung und bereiteten zugleich die Finissage der aktuellen Ausstellung vor.
Nach viereinhalb Jahren an der Spitze des Vereins übergab die bisherige Vorsitzende Carola Busse den Staffelstab an Petra von Bellen. Als stellvertretende Vorsitzende wurde Franziska Rosenbaum erneut gewählt. Auch Arno Rehm bleibt weiterhin Schatzmeister des Vereins.
In einer persönlichen Rückschau unter dem Titel „Hommage an eine schöne Zeit“ blickte Busse auf zahlreiche Höhepunkte der vergangenen Jahre zurück. Hoffeste, Vernissagen und Finissagen, Stammtische sowie Mal- und Zeichenzirkel prägten das Vereinsleben. Auch besondere Projekte wie die Rettung eines großen Wandbildes des Künstlers Otto Knöpfer oder die Sanierung des Knöpfer-Hauses wurden umgesetzt. Darüber hinaus sorgten kulturelle Veranstaltungen, Buchlesungen und der Burgadvent auf der Wachsenburg für viele Besucher. Insgesamt konnte der Verein bei seinen Veranstaltungen in den vergangenen Jahren mehr als 10 000 Gäste begrüßen und damit die Bekanntheit des Knöpfer-Hauses deutlich steigern.
Die neue Vorsitzende Petra von Bellen ist Unternehmerin und seit vielen Jahren künstlerisch tätig. Sie betonte, dass sie das Engagement ihrer Vorgängerin fortführen möchte. Ziel sei es, den Verein zukunftsfähig aufzustellen, neue Ideen einzubringen und die positive Entwicklung weiterzuführen.
Bereits am kommenden Sonntag steht der nächste kulturelle Höhepunkt bevor: Am 15. März von 11 bis 17 Uhr findet im Knöpfer-Haus in Holzhausen die Finissage der Ausstellung mit Ernst August Zimmermann statt. Besucher haben dabei die seltene Gelegenheit, traditionelle Drucktechniken selbst auszuprobieren und mit einem Künstler zu arbeiten, der diese Kunst meisterhaft beherrscht.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des bundesweiten Tags der Druckkunst statt, der jedes Jahr die Vielfalt und Lebendigkeit traditioneller Druckverfahren in den Mittelpunkt stellt. Interessierte sind eingeladen, vorbeizukommen, mitzuwirken und Druckkunst hautnah zu erleben.
Text / Fotos: Franziska Rosenbaum

Franziska Rosenbaum (li), Petra van Bellen (Mitte), Arno Rehm (re)

Carola Busse
Holzhausen. Im Herbst des Vorjahres begann die eindrucksvolle Druckkunst-Ausstellung von ErnstAugust Zimmermann (EAZ) – im Frühjahr schließt sie nun nach erfolgreichem Verlauf. Am Sonntag, dem 15. März, wird von 11 bis 17 Uhr vom Knöpfer-Freundeskreis zur Finissage ins Museum (Arnstädter Straße 32) eingeladen.
Mehr als 50 Werke des international bekannten Erfurter Künstlers (Jahrgang 1939) haben unter dem Titel „Natur&Druck“ viele Besucher nach Holzhausen gelockt. Als Hommage an Otto Knöpfer, dessen 115. Geburtstag am 13. März ist, werden schwarz-weiße und farbige Grafiken in verschiedenen Techniken gezeigt. Als langjährige Weggefährten verbanden Knöpfer und Zimmermann die Liebe zur Natur und die vielseitige künstlerische Ausdrucksweise. Zur Finissage wird EAZ selbst anwesend sein und in Aktion treten. Gemeinsam mit Schülern will er per Handdruck ein Knöpfer-Motiv auf farbigen Steindruck bringen.
„Die Veranstaltung fällt in ein Jahr, das für uns eine besondere Bedeutung hat“, erinnerte Carola Busse, Vorsitzende des Knöpfer-Freundeskreises. Am 31. März 2006 fand im Holzhäuser Lasso die Gründungsversammlung des gemeinnützigen Vereins statt. Das Jubiläum wird unter dem Motto „20 Jahre Ehrenamt, 20 Jahre kulturelles Engagement und 20 Jahre kleines Museum im ländlichen Raum“ stehen. Auf der Mitgliederversammlung am 11. März um 18.30 Uhr im Knöpfer-Haus soll das gemeinsam mit der Wahl des Vorstands auf der Tagesordnung stehen.
Zur Zimmermann-Finissage, auf der Werke von EAZ zu erwerben sind und die musikalisch begleitet wird, haben sich eine Reihe von Ehrengästen angesagt. Für gastronomischen Service wird gesorgt.
Der Freundeskreis Otto Knöpfer hat das Holzhäuser Elternhaus des Malers vor dem Verfall gerettet und sich mithilfe von Fördermitteln für die Restaurierung eingesetzt, für die 2008 der Denkmalpreis des Ilmkreises verliehen wurde. Jährlich wechselnde Ausstellungen halten das Erbe Otto Knöpfers, seiner Schüler und Weggefährten wach. Jochen Thiele

Ernst August Zimmermann und Matthias Sehrt (rechts) – Freunde im Knöpfer-Haus. Foto: J. Thiele