Ein strahlender Weihnachtsengel begrüßte am Knöpfer-Haus die Gäste zu den „Offenen Höfen im Advent“ in Holzhausen. In ihrem weit leuchtenden Kostüm begleitete Franziska Rosenbaum sie in den festlich geschmückten Hof und in die Ausstellungsräume. Der Erfurter Druckkünstler Ernst August Zimmermann stellte seine eindrucksvollen Bilder und die originale Arbeitsweise vor.
Am Imbissstand im Hof war neben Bratwurst und Kuchen frisch gebackenem Flammkuchen der Renner. In der oberen Etage des Knöpfer-Hauses stellten Kinder unter Anleitung schöne Weihnachtskarten her und hatten viel Spaß dabei. Vereinsvorsitzende Carola Busse teilte die Adventsstimmung mit vielen Mitgliedern, die an diesem Tag tatkräftig ehrenamtlich im Einsatz waren.

Weihnachtsengel Franziska empfing die Gäste am Knöpfer-Tor

Kunst und Genuss waren zu erleben: Carola Busse, Druckkünstler Ernst August Zimmerman und Weihnachtsengel Franziska Rosenbaum (v.l.n.r.)

Tüchtige Helfer am Imbiß-Stand: Jana Willing, Enrico Scherf, Inge Thiele u. Arno Rehm (v.r.n.l.)

Knöpfer-Freundin Rebecca Otto (rechts, hier mit Christina Glass) hatte ihre Keramik-Werkstatt zu den Adventshöfen geöffnet
Text und Fotos: Jochen Thiele
Holzhausen. Nach erfolgreichem Verlauf über neun Wochen sind die Bilder der Ausstellung „Natur & Druck“ auch über den vorgesehenen Abschluss am 16. November hinaus im Knöpfer-Haus zu sehen. Zum Tag der offenen Holzhäuser Adventshöfe am 6. Dezember stellt der Erfurter Druckkünstler Ernst August Zimmermann sein Schaffen persönlich vor. Ein Videofilm zeigt den interessanten Werdegang einer Druckgrafik. An diesem Tag sind auch ausgewählte Arbeiten des Künstlers zu erwerben. Für die Besucher werden von 11 bis 17 Uhr Glühwein und ein Imbiss angeboten. Kinder können unter Anleitung Weihnachtskarten entwerfen.
Der Otto-Knöpfer-Freundeskreis weist darauf hin, dass die Bilder Zimmermanns auch weiterhin zu besichtigen sind – nach telefonischer Vereinbarung (Tel.-Nr. 03628 615540) bis zum 15. März 26 in der Arnstädter Straße 32. Am 13. März gedenkt der Freundeskreis, der 2026 sein 20-jähriges Bestehen feiert, des 115. Geburtstags von Otto Knöpfer.

Holzhausen. Offen zeigte sich das Knöpfer-Haus zum Tag des offenen Denkmals gleich mehrfach. Die Tore waren für die Besucher weit geöffnet, eine neue Ausstellung lud zum Rundgang und die Knöpfer-Mitglieder luden die Gäste in die gestalteten Räume des Museums ein, das 2008 den Denkmalpreis des Ilmkreises erhielt.
Der international anerkannte Druckkünstler Ernst August Zimmermann (86) aus Erfurt öffnete seine Schatzkiste und präsentierte 55 Werke aus seinem vielseitigen Schaffen. Unter dem Titel „Natur & Druck – eine Hommage an Otto Knöpfer“ werden schwarz-weiße und farbige Grafiken in verschiedenen Techniken als Pflanzen und Blätter gezeigt. Ein kleiner Film stellte Zimmermann bei der Arbeit in seiner Werkstatt vor. Auf einer mitgebrachten Druckpresse demonstrierte er vor vielen interessierten Gästen vor Ort, wie seine Werke entstehen. Dem Holzhäuser Freundeskreis schenkte er 25 signierte Abzüge, die unter dem Titel „symbiolik“ die bekannten Silberdisteln von Otto Knöpfer und eine Feder von Zimmermann auf einer Druckplatte vereinten. Beide Künstler verband ihre Liebe zur Natur und deren vielseitige Ausdrucksweise.
In den Begrüßungs- und Eröffnungsreden von Franziska Rosenbaum, Matthias Sehrt, Arno Rehm und Eva Römer wurden die langjährige Künstlerfreundschaft der beiden Weggefährten und der Wert betont, den international anerkannten Erfurter Künstler für Holzhausen gewonnen zu haben: „Wir sind stolz!“ und „Ein Glücksfall für uns“. Und Zimmermann selbst schwärmte über die gemeinsam mit dem Knöpfer-Freundeskreis aufgebaute gelungene Ausstellung: „Wunderbar“.
Zum harmonischen Gesamtbild der Eröffnung trug die Renaissance-Musik der Gruppe „Bundweis“ aus Eisenach bei, die auf Gamben und Flöten für Wohlklang sorgte. Zur Vernissage waren auch Vertreter des Melissantes-Gymnasiums Arnstadt anwesend, mit dem der Knöpfer-Freundeskreis ein gemeinsames Projekt vorbereiten will.
Auch das Angebot mit Bratwurst, Kaffee und Kuchen wurde gut angenommen und erhielt Lob von den mehr als 400 Gästen.
Die Ausstellung „Natur & Druck“ läuft bis zum 16. November und ist jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr im Elternhaus von Otto Knöpfer in der Arnstädter Straße 32 zu sehen.

Ernst August Zimmermann zeigte auf seiner Druckpresse, wie seine Werke entstehen.

Besucher während der Eröffnung

Wohlklang auf Gamben und Flöten von „Bundweis“
Text und Fotos: J. Thiele
Holzhausen. Das Namenskürzel „EAZ“ hat in Erfurt und darüber hinaus einen hohen künstlerischen Stellenwert. Ernst August Zimmermann (86) steht für international anerkannten Hoch-, Tief- und Flachdruck, der mit zahlreichen Preisen und europaweiten Ausstellungen dekoriert wurde. Seit dem 14. September, zum Tag des Denkmals, sind im Holzhäuser Knöpfer-Haus mehr als 50 Werke Zimmermanns zu sehen. Unter dem Titel „Natur&Druck – eine Hommage an Otto Knöpfer“ werden schwarz-weiße und farbige Grafiken in verschiedenen Techniken als Bäume, Pflanzen und Blätter gezeigt. Darunter das bekannte Knöpfer-Motiv „Die Veilchen“, das er in Vorbereitung der Präsentation als Geschenk an Carola Busse, Vorsitzende des Otto-Knöpfer-Freundeskreises, von ihm überarbeitet mitbrachte.
Als Weggefährten verband Zimmermann und Knöpfer ihre Liebe zur Natur und die vielseitige künstlerische Ausdrucksweise. Bei seiner Ausstellung in Holzhausen hat EAZ aus seiner Werkstatt eine Tiefdruckpresse dabei, von der die Besucher Abzüge erwerben können. Die Vernissage, die musikalisch begleitet wird, beginnt um 11.30 Uhr in der Arnstädter Straße 32. Zu ihr haben sich auch Vertreter des Melisantes-Gymnasiums Arnstadt angekündigt, mit dem der Knöpfer-Freundeskreis ein künstlerisches Projekt vereinbarte. Eine gastronomische Versorgung mit Bratwurst, Kaffee und Kuchen wird vorbereitet. Die Ausstellung „Natur & Druck“ läuft bis zum 16. November und ist jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Ernst August Zimmermann übergibt Carola Busse das bearbeitete Bild „Veilchen“. Text und Foto: J. Thiele
Holzhausen. Kunst, Bewegung und Genuss gehören bei den Holzhäuser Knöpfer-Freunden seit jeher unmittelbar zusammen. So auch beim diesjährigen Vereinsausflug per Bus nach Apolda. Im angesehenen Kunsthaus hatten sie eine beeindruckende Begegnung mit Werken von Pablo Picasso und Jean Cocteau, deren Künstlerfreundschaft dort vorgestellt wurde.
War die Gesamtschau der Bilder und Grafiken beider Genies schon ein Erlebnis für sich, so erfreuten die ausdrucksstarken Frauen- und Männerporträts sowie die vielseitigen Lithografien und Zeichnungen besonders. Nachvollziehbar dargestellt in dieser imposanten Schau war die lebenslange Freundschaft zwischen Picasso und Cocteau. Freudig entdeckten die Vereinsmitglieder zudem, dass auch ihr verehrter Maler und Namensgeber Otto Knöpfer im renommierten Kunsthaus 1997 eine viel beachtete Ausstellung hatte.
Der zweite Teil des Vereinsausflugs führte in die schöne Natur der romantischen Umgebung des Saale-Unstrut-Tals. Nach der Stärkung im Berghotel Wilhelmsburg mit einem herrlichen Panorama-Blick auf Bad Kösen folgte eine zweistündige Wanderung an den Ufern der Unstrut und der Saale durch den Blütengrund bis nach Naumburg. Vorbei an historischen Weinbergen und Obstgärten kehrten die Knöpfer-Freunde in eine Straußwirtschaft ein, wo kühler Wein probiert wurde.
Nach Bamberg und Hohenfelden in den Jahren zuvor gestaltete sich auch diese Exkursion des Otto-Knöpfer-Freundeskreises dank Vereinsvorsitzender Carola Busse und Reiseleiter Thomas Erfurt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Jochen Thiele
Die Knöpfer-Freunde vor dem Kunsthaus Apolda. Foto: J.Thiele